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Bundeswettbewerb

Zum fünften Mal fand am 08.10.26 ein Bundeswettbewerb im Rahmen des Programms „Debattieren in Sprachlerngruppen“ statt. Im digitalen Format begann der Wettbewerb zunächst mit Grußworten von Uwe Grieger, einem der Initiatoren von Jugend debattiert. Dann ging es zur Debatte über…

Bericht

Debattieren in Sprachlerngruppen: Länderwettbewerb diskutiert über Tempo 30 in Innenstädten

Am 8.10.26 fand zum vierten Mal ein Länderwettbewerb im Rahmen des Programms „Debattieren in Sprachlerngruppen“ statt. Im digitalen Format begann der Wettbewerb mit der Begrüßung durch den eloquenten Moderator Kyan-Danial Golmohammady. Er knüpfte an seine eigenen Erfahrungen als ehemaliger Teilnehmer im Wettbewerb an, dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und verwies darauf, was für eine großartige Leistung der Teilnehmenden es sei, in einer Sprache, die sie noch nicht sehr lange erlernen, eine Debatte zu führen.  Es folgte ein Grußwort von Uwe Grieger, Direktor der Volkshochschule Hamburg und einer der Organisatoren der ersten Stunde von „Jugend debattiert“.

Für das anschließende Finale hatten sich vier Debattierende qualifiziert. Auf der Pro-Seite debattierten Bayan Al Ibrahim (NRW, Essen) und Akosua Serwaa Kwarteng (Hamburg). Die Contra-Seite vertraten Najia Yousufi (Hamburg) und Yigit Arda Oral (Bremen).  Die Debattenfrage lautete: „Soll in allen deutschen Innenstädten generell Tempo 30 gelten?“ Es entwickelte sich eine lebhafte Debatte in der viele wichtige Fragen aufgeworfen und diskutiert wurden: Kann Tempo 30 dabei helfen, Unfälle und Stress in den Innenstädten zu vermeiden? Inwiefern hilft es der Umwelt? Ist es verhältnismäßig, das Tempolimit allen Städten aufzuerlegen? Alle Debattantinnen und Debattanten brachten sich engagiert in die Debatte ein, so dass die Jury eine schwere Entscheidung bei der Platzierung zu treffen hatte.

Marcel Hinderer, Rhetoriktrainer und langjähriger Trainer bei Jugend debattiert, bedankte sich zu Beginn der Rückmeldung als Juryvorsitzender bei den Debattierenden dafür, dass sie in seiner Muttersprache debattiert haben und unterstrich somit die besondere sprachliche Leistung. Besonders positiv hob er weiterhin hervor, dass die Teilnehmenden aufeinander eingingen und einander zuhörten, was zeige, dass sie das Format gut kennen.

Besonders überzeugt war die Jury von Akosua Serwaa Kwartengs engagierter Leistung, so dass sie den diesjährigen Wettbewerb gewonnen hat.  Auch Bayan Al Ibrahim darf sich als Zweitplatzierte besonders freuen. Die beiden Erstplatzierten bekamen als Preis eine Einladung zu den Bundesfinaltagen „Jugend debattiert“ in Berlin im kommenden Juni. Dies wurde freundlicherweise durch die Hertie-Stiftung ermöglicht und bietet eine tolle Möglichkeit der Verbindung der beiden Wettbewerbe. Die Idee der Integration der Sprachlernenden in das Projekt „Jugend debattiert“ wurde auch in diesem Jahr auf großartige Art und Weise von dem Alumni-Verein von „Jugend debattiert“ gestärkt, indem Alina Eckert als Vorsitzende des Vereins eine Einladung für die Mitgliedschaft im Alumni-Verein aussprach.

Dem Alumni-Verein ist insgesamt für die großartige Unterstützung des Wettbewerbs „Debattieren in Sprachlerngruppen“ zu danken, da auch in diesem Jahr neben Alina Eckert mit Jonathan Schackert noch ein weiterer Alumnus in der Jury den Wettbewerb unterstützt haben. Mit Marisol Böttcher Obregon, zugeschaltet aus Madrid, ergänzte noch eine Alumna aus dem Wettbewerb „Jugend debattiert international“ die Jury. So war es insgesamt wieder eine Veranstaltung, bei der die verschiedenen Ebenen des Projekts „Jugend debattiert“ zusammenkamen: Sprachlernende, Trainer, Alumni und Lehrkräfte.

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